<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/" xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/" xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom" version="2.0" xmlns:media="http://search.yahoo.com/mrss/"><channel><title><![CDATA[Betrifft...]]></title><description><![CDATA[Geschichten, Gedanken, Ideen]]></description><link>https://betrifft.ch/</link><image><url>https://betrifft.ch/favicon.png</url><title>Betrifft...</title><link>https://betrifft.ch/</link></image><generator>Ghost 3.31</generator><lastBuildDate>Thu, 06 Nov 2025 15:49:02 GMT</lastBuildDate><atom:link href="https://betrifft.ch/rss/" rel="self" type="application/rss+xml"/><ttl>60</ttl><item><title><![CDATA[Warum 2022 gleich-anders ist]]></title><description><![CDATA[<p>Haben wir uns bereits daran gewöhnt, dass staatliche Körperschaften uns Einschränkungen und Massnahmen auferlegen, ohne dass wir, ohne dass Journalismus diese ernsthaft hinterfragen?<br>Welches Problem, welcher Problemkreis wird eigentlich mit den Einschränkungen und Massnahmen angegangen? Alternativen dazu? Und warum wurden diese verworfen? Und, Lessons-learned liegen nach einer Zeit vor, wie</p>]]></description><link>https://betrifft.ch/warum-2022-gleich-anders-ist/</link><guid isPermaLink="false">61d4a88eb6cd0a04e900a0a8</guid><dc:creator><![CDATA[Peter Güntert]]></dc:creator><pubDate>Sat, 12 Feb 2022 09:44:57 GMT</pubDate><content:encoded><![CDATA[<p>Haben wir uns bereits daran gewöhnt, dass staatliche Körperschaften uns Einschränkungen und Massnahmen auferlegen, ohne dass wir, ohne dass Journalismus diese ernsthaft hinterfragen?<br>Welches Problem, welcher Problemkreis wird eigentlich mit den Einschränkungen und Massnahmen angegangen? Alternativen dazu? Und warum wurden diese verworfen? Und, Lessons-learned liegen nach einer Zeit vor, wie werden sie erfasst um als zusätzliche Informationen mit in die Entscheidungsfindung einbezogen zu werden? </p><p>Es geht hier um den grundsätzlichen, ursächlichen Mechanismus den ich aufzeigen will.  <br>Update 12.02.2022: "Dieser Text ist Work-in-Progress. Ich stelle ihn bewusst unfertig online, ich beschäftige mich mit dem Thema fast täglich aber nehme mir Zeit für höher priorisierte Arbeiten."</p><p>13.02.2022  Die Volksvertreter, also die von den Abstimmenden gewählten, die zeigten in den letzten Jahren und Jahrzehnten, dass sie Geld ausgeben ohne es vorher zu verdienen. Und ohne Ausgaben, Aufgaben aufzugeben. Wegnehmen ist klar weniger populär als geben.<br>Also dürften Fonds zur Pandemievorsorge, Fonds zur XY-Vorsorge geschaffen werden. "Wir tun etwas". Und zwar so wie meistens, als sogenannte "gebundene Ausgabe", also ausserhalb einer Budget Diskussion, gebunden an Gesetze und Verordnungen und damit festgeschrieben.</p><p>Wie wäre es, wenn anstelle neuer Vorschriften Wissen vermittelt wird? Wissen, um Bürger (a), Konsumierende (m/d/q) zu befähigen die besten Angebote, Produkte, Dienstleistungen etc.  auszuwählen.<br>Aktuell (NZZ Artikel vom 11.02.2022 Greenwashing) <a href="https://www.nzz.ch/finanzen/greenwashing-die-meisten-privatanleger-sind-esg-analphabeten-ld.1668238">https://www.nzz.ch/finanzen/greenwashing-die-meisten-privatanleger-sind-esg-analphabeten-ld.1668238</a> sagt die Finma, es gäbe keine rechtliche Grundlage Greenwashing zu verbieten. Das wäre ein Beispiel, wie ohne neues Gesetz den Menschen auf der konsumierenden Seite wirklich geholfen wird: mit Wissenstransfer.</p><p>Ich bin gespannt, ob die Pandemiezeit Denkmuster umstossen kann. Vermutlich nicht aber ich lasse mich überraschen.</p>]]></content:encoded></item><item><title><![CDATA[Eselberg vs Esel am Berg]]></title><description><![CDATA[<figure class="kg-card kg-embed-card"><iframe src="https://player.vimeo.com/video/339809107?app_id=122963" width="1280" height="720" frameborder="0" allow="autoplay; fullscreen; picture-in-picture" allowfullscreen title="Vitznau - Eselberg Vierwaldst&amp;auml;ttersee"></iframe></figure><p>Woher stammt eigentlich der Ausdruck "ich stand da, wie der Esel am Berg"?</p><p>-&gt;wenn jemand mir das mitteilen kann?</p><p>Auf jeden Fall ist die Wanderung von Vitznau aus ein Pracht, denn die Aussicht auf  den Vierwaldstättersee, den Bürgenstock, den Pilatus, das Stanserhorn, die Klewenalp ist schlicht phantastisch.</p>]]></description><link>https://betrifft.ch/eselberg-vs-esel-am-berg/</link><guid isPermaLink="false">606602abf91eef04e44f183d</guid><dc:creator><![CDATA[Peter Güntert]]></dc:creator><pubDate>Thu, 01 Apr 2021 17:38:39 GMT</pubDate><content:encoded><![CDATA[<figure class="kg-card kg-embed-card"><iframe src="https://player.vimeo.com/video/339809107?app_id=122963" width="1280" height="720" frameborder="0" allow="autoplay; fullscreen; picture-in-picture" allowfullscreen title="Vitznau - Eselberg Vierwaldst&amp;auml;ttersee"></iframe></figure><p>Woher stammt eigentlich der Ausdruck "ich stand da, wie der Esel am Berg"?</p><p>-&gt;wenn jemand mir das mitteilen kann?</p><p>Auf jeden Fall ist die Wanderung von Vitznau aus ein Pracht, denn die Aussicht auf  den Vierwaldstättersee, den Bürgenstock, den Pilatus, das Stanserhorn, die Klewenalp ist schlicht phantastisch.</p>]]></content:encoded></item><item><title><![CDATA[Wohin unser Staat steuert]]></title><description><![CDATA[<p>Wohin unser Staat steuert ist abhängig davon wer steuert. Steuern - im doppelten Sinn - ist ein interessantes Wort und als Einwohnerin* und Bürger* in unserem Staat eminent wichtig. <br>[*ich spreche alle Arten von Menschen an aber ich verzichte auf eine konsequente männliche oder weibliche oder neutrale Schreibweise].</p><p>Steuern tut,</p>]]></description><link>https://betrifft.ch/wohin-unser-staat-steuert/</link><guid isPermaLink="false">5f4f29e1f2b33004b620e00b</guid><dc:creator><![CDATA[Peter Güntert]]></dc:creator><pubDate>Wed, 04 Nov 2020 20:39:53 GMT</pubDate><content:encoded><![CDATA[<p>Wohin unser Staat steuert ist abhängig davon wer steuert. Steuern - im doppelten Sinn - ist ein interessantes Wort und als Einwohnerin* und Bürger* in unserem Staat eminent wichtig. <br>[*ich spreche alle Arten von Menschen an aber ich verzichte auf eine konsequente männliche oder weibliche oder neutrale Schreibweise].</p><p>Steuern tut, wer ein Ziel verfolgt oder wer eine Aufgabe zum Steuern bekommen hat. Steuern werden eingefordert um staatliche Aufgaben zu finanzieren aber auch - so Äusserungen von Politikerinnen und Politiker [meines Wissens gibt es noch keine weiteren Geschlechter in dieser Gilde] zufolge - um bestimmtes Verhalten der Einwohner in eine gewünschte Richtung zu lenken (Lenkungssteuer).</p><p>Seit (vermutlich) den späten 80iger Jahren, als politisch motiviert die Steuern gesenkt wurden, kam der Begriff des "Verursachergerechten" Verrechnen von Leistungen (oder Aufgaben) für die der Staat ein Monopol hat. Beispiele sind... <br>In der Bundesverfassung ist einzig im Bereich des Umweltschutzes (Art. 74) das Verursacherprinzip, bezogen auf den Begriff der Einwirkung, vorhanden.<br></p><p>Und hier beginnt ein eigentlicher Betrug. <br>Leistungen und Aufgaben des Staates bei denen das Monopol bei derselbem liegt sollten durch Steuern finanziert werden. Punkt. Gebühren? Verursachergerecht? Ich  habe ja keine Alternative, keinen alternativen Anbieter. <br></p><p>Natürlich sieht es chic aus, mehr Leistung (nicht unbedingt bessere) anzubieten ohne 'Steuern' zu erheben oder zu erhöhen - jedoch es sind Steuern. Es gibt keine Alternative zu den Leistungen des Staates. Staatliche Aufgaben werden durch Erheben von Steuern abgegolten. Punkt. Liege ich so falsch?</p><p>Das Gegenargument ist immer dasselbe: Leistungen für die jeder zusätzlich (zu den Steuern) zur Kasse gebeten werden, müssten ja nicht in Anspruch genommen werden. Aha. Zusätzlich ist der Gebührenwald ziemlich wild neben dem Verursacherprinzip. Es erschliesst sich dem Laien nicht, warum eine Gebühr einmal 180.00 und dieselbe Gebühr einmal 250.00 für dieselbe Leistung gelten soll. (Beispiel aus dem Bereich der Strafbefehle). <br>Dann gibt es ja noch Gebühren, für Pflichtleistungen wie das Ausstellen eines Heimatscheines zum Beispiel. Dann frage ich mal, warum unsere Abstimmungen ohne Gebühr über die Bühne gehen können.</p><p> <br>Übrigens wären die Kosten solcher Leistungen günstiger zu haben, wenn sich keine Seele um die Gebühren kümmern müsste. Angefangen vom Erfinden, über die Gesetzgebung, über die Programme zum Verrechnen, zum Ausdrucken, zum Versand, zum Einkassieren, zum Verbuchen, Kontrollieren, Betreiben bis zum Rechenschaftsbericht schreiben, dem Budget erstellen und so weiter.</p><p>Und ich bin sicher, es wird noch schlimmer kommen. Den jede Instanz die Involviert ist, muss keine Kostenanalyse machen. Wenns nicht reicht, werden die Gebühren erhöht, weshalb auch Kosten senken?</p>]]></content:encoded></item><item><title><![CDATA[Warum ich laufe, unterwegs bin]]></title><description><![CDATA[<p>Erkenntnisse für mich aus den letzten beiden Jahren. </p><p>Erstens: Laufen entspannt mich. </p><p>Zweitens: Laufen auf Naturwegen ist gut für mich (und mein total lädiertes Knie).</p><p>Drittens: Laufen bei jedem Wetter gibt mir die Abwechslung und unterstützt Erstens und Zweitens.</p><p>Laufen heisst für mich in einem Tempo gehen, bei dem ich</p>]]></description><link>https://betrifft.ch/wandern-laufen-unterwegs-sein/</link><guid isPermaLink="false">5d7e5f90b5bd1b04eb60fa74</guid><category><![CDATA[Gehen]]></category><category><![CDATA[Yoga]]></category><category><![CDATA[Nerven]]></category><category><![CDATA[Zen]]></category><category><![CDATA[Natur]]></category><category><![CDATA[Laufen]]></category><dc:creator><![CDATA[Peter Güntert]]></dc:creator><pubDate>Tue, 01 Oct 2019 18:46:22 GMT</pubDate><content:encoded><![CDATA[<p>Erkenntnisse für mich aus den letzten beiden Jahren. </p><p>Erstens: Laufen entspannt mich. </p><p>Zweitens: Laufen auf Naturwegen ist gut für mich (und mein total lädiertes Knie).</p><p>Drittens: Laufen bei jedem Wetter gibt mir die Abwechslung und unterstützt Erstens und Zweitens.</p><p>Laufen heisst für mich in einem Tempo gehen, bei dem ich bequem nur durch die Nase atmen kann. Das funktioniert gerade aus, aufwärts und abwärts. Dieses Tempo bringt mich in den Zen- oder Denkmodus (ich nenne das so). Der Grund dafür ist, dass sich mein Hirn nicht um körperliche Belange kümmern muss. Ab einer gewissen Geschwindigkeit muss sich das Hirn intensiv um die körperlichen Funktionen wie Atmung und Muskeln, Gleichgewicht etc.  kümmern, es bleibt weniger Kapazität zum Denken.<br>Wobei der Zen- oder Denkmodus eher ein "den Gedanken nachfolgen" darstellt als angestrengtes Lösungen suchen. Übrigens dauert es je nach Situation ungefähr 30-45 Minuten bis ich mich in diesem Modus befinde, je nach Situation.<br>Zusätzlich atme  ich dadurch einfach tief und ruhig, lange Läufe oder Wanderungen sind kein Problem. </p><p>Ich laufe enorm gern auf Naturwegen. Am liebsten auf dünnen Sohlen, mit zwei Effekten. Einerseits werden meine Fusssohlen massiert und die Nerven darin stimuliert. Andererseits bekomme ich direktes Feedback worauf ich stehe, der Gleichgewichtssinn wird gefördert, viele Muskeln und Bänder werden bewegt und aktiviert. Zusätzlich knicke ich nicht um, was ich mit Schuhwerk und fester Sohle aber ohne Knöchelschutz tue. Meine Lieblingsschuhe dazu sind Scarpa Mojito und zwar, weil sie einen direkten Bodenkontakt geben und mit der Vibram-Sohle enormen Grip bieten.<br>Zusätzlich habe ich festgestellt, dass ich massiv weniger Kniebeschwerden habe nach Läufen auf Naturwegen als nach Läufen auf Asphalt oder ähnlich planen Strecken. Ich habe das mit unterschiedlichen Schuhen ausprobiert, dasselbe Resultat. </p><p>Laufen bei jedem Wetter bringt mir viel Abwechslung. Lufttemparatur, Luftfeuchtigkeit, Licht, Farben, Geräusche, Wind, Niederschlag (Regen, Schnee etc.) und Düfte. All das nehme ich meistens unbewusst, oftmal auch bewusst wahr. <br>Ich glaube das tut gut, ohne eine direkte Wirkung wie bei Erstens oder Zweitens. <br>Nach dem Laufen im schlechten Wetter - mit passender Bekleidung - haben wir glücklicherweise viele trockene Kleider, könnten warm duschen etc.. Für mich gibt es keinen Grund nicht nach draussen zu gehen. </p>]]></content:encoded></item><item><title><![CDATA[Warum Digitalisierung in die Irre führt]]></title><description><![CDATA[Digitalisierung lenkt davon ab, wo der Fokus für uns liegen soll.]]></description><link>https://betrifft.ch/warum-digitalisierung-in-die-irre-fuhrt/</link><guid isPermaLink="false">5d6ab346b5bd1b04eb60f9be</guid><category><![CDATA[Digitalisierung]]></category><category><![CDATA[Informationsmanagement]]></category><category><![CDATA[Komplexitätsmanagement]]></category><dc:creator><![CDATA[Peter Güntert]]></dc:creator><pubDate>Sun, 01 Sep 2019 08:56:31 GMT</pubDate><content:encoded><![CDATA[<p>Zum Glück ist 'Digitalisierung' nicht mehr das Hype Wort. Heute ist es ja das Klima und alle Wörter mit 'Klima'. Na gut, während der Balzzeit der Politikerinnen und Politiker ist es nicht verwunderlich. Was wird alles unternommen um auserkoren zu werden. Ich schweife ab, die Balzzeit der P ist ein eigener Text wert.</p><p>Digitalisierung - und was alles damit erschlagen wird. Suggeriert wird, mit der Digitalisierung wird alles besser, einfacher, schneller, günstiger etc. Wow! Als ob die Digitalisierung so ein Ding ist wie der Geschirrspüler - füllen, laufen lassen, fertig. Es ist vielmehr so, dass wir die Elemente haben um einen Geschirrspüler zu bauen und in Betrieb zu nehmen. Dabei erkennen wir im Haufen der Elemente nicht mal, was wir damit machen können. Noch übler ist, dass an vielen Stellen keine Anstrengungen unternommen werden, um den notwendigen Abwasch zu vereinfachen.</p><p>Mit anderen Worten, Digitalisierung ist ein neues technisches Hilfsmittel aber die wahre Aufgaben bestehen im Management der Komplexität und der Information mit dem Ziel Wissensmanagement.</p><p>Ganz einfach. Aus Daten gewinnen wir Informationen, aus Informationen gewinnen wir Wissen. Wissen ist Macht. Nur sind die heute verfügbaren Daten so umfangreich, dass es komplex geworden ist, Informationen derart zu gewinnen, um sie gewinnbringend, nutzbringend - als Wissen - weiter verwenden zu können. Hier muss der Fokus liegen, hier bringt Effort Fortschritt.</p>]]></content:encoded></item><item><title><![CDATA[Ein Selbstversuch (3)]]></title><description><![CDATA[<p>Während dem Heimflug von Japan fiel mir auf, dass Süssigkeiten bei uns massiv süsser sind als in Japan. <br>Ich esse die zweite Woche täglich einen Apfel und wenn es sehr warm ist eine Banane. Und Selbstgekochtes. Mich interessiert, wie ich auf all die leckeren Versuchen in den Bäckereien und Patisserien</p>]]></description><link>https://betrifft.ch/ein-selbstversuch-3/</link><guid isPermaLink="false">5cf9657e5c79b404c7971338</guid><dc:creator><![CDATA[Peter Güntert]]></dc:creator><pubDate>Tue, 30 Jul 2019 17:12:45 GMT</pubDate><content:encoded><![CDATA[<p>Während dem Heimflug von Japan fiel mir auf, dass Süssigkeiten bei uns massiv süsser sind als in Japan. <br>Ich esse die zweite Woche täglich einen Apfel und wenn es sehr warm ist eine Banane. Und Selbstgekochtes. Mich interessiert, wie ich auf all die leckeren Versuchen in den Bäckereien und Patisserien reagiere. </p><p>Einen Apfel genüsslich kauen ist ja phantastisch, er gibt Saft, Geschmack, Süsse, Energie und löscht den Durst. <br>Für mich ist ein Apfel unterdessen die Energiequelle schlechthin. </p><p>Unterdessen erlebte ich die bekannten Situationen, bei denen die Süssigkeiten soo schön vor einem liegen und süss in die Welt schauen.<br>Also rein in den Test.<br>1. Stückchen Truff-Cake vom Sprüngli<br>2. Himbeer-Torte vom Sprüngli<br>Erstaunlicherweise hat bei mir der ultra-süsse Truff-Cake keinen "ich-will-mehr" Trigger ausgelöst, hingegen die Himbeer-Torte schon.<br>Woher das kommt ist mir nicht klar, ich werde dem auch nicht auf die Spur gehen.</p><p>Aber was ich festgestellt habe ist <br>a) je weniger dieser Art Süssigkeiten ich zu mir nehme, desto weniger verlangt mein Gehirn danach.<br>b) auch hierbei geht es im Eigentlichen nur darum, Freiraum zu schaffen. Platz schaffen anstelle Verzicht<br></p>]]></content:encoded></item><item><title><![CDATA[Ein Selbstversuch (2)]]></title><description><![CDATA[<p>Die letzten Ostersüssigkeiten sind vom Tisch. Jetzt sind neue da, von Besuch. Eine neue Aufgabe steht an: Da ich grundsätzlich keine Lebensmittel wegschmeisse bleiben die Optionen "essen" und "verschenken". Geschenktes Essbares weiterreichen will ich nicht. Ich muss wissen, wie es schmeckt. </p><p>Tagsüber gelingt es mir manchmal einfacher, manchmal weniger einfach,</p>]]></description><link>https://betrifft.ch/ein-selbstversuch-2/</link><guid isPermaLink="false">5cc73f6a5c79b404c79712eb</guid><category><![CDATA[Laufen]]></category><category><![CDATA[Gehen]]></category><category><![CDATA[Bäckereien]]></category><dc:creator><![CDATA[Peter Güntert]]></dc:creator><pubDate>Mon, 29 Apr 2019 18:26:32 GMT</pubDate><content:encoded><![CDATA[<p>Die letzten Ostersüssigkeiten sind vom Tisch. Jetzt sind neue da, von Besuch. Eine neue Aufgabe steht an: Da ich grundsätzlich keine Lebensmittel wegschmeisse bleiben die Optionen "essen" und "verschenken". Geschenktes Essbares weiterreichen will ich nicht. Ich muss wissen, wie es schmeckt. </p><p>Tagsüber gelingt es mir manchmal einfacher, manchmal weniger einfach, die Süssigkeiten der Läden zu ignorieren. Ein Apfel gegessen in kleinen Bissen wirkt Wunder.</p><p>Eine für mich zweckmässige Methode ist es, über Mittag zu gehen (laufen, nicht rennen). Je nach Morgen zügiger von den Bäckereien weg, auf dem Rückweg ist es dann ziemlich einfach an den Bäckereien vorbei zu gehen.</p>]]></content:encoded></item><item><title><![CDATA[Ein Selbstversuch (1)]]></title><description><![CDATA[<p>Über Zucker schrieb ich schon. Ich tue mich dann schwer den Zuckerkonsum tief zu halten, wenn die Gelegenheit für Süsses nah ist. Beispielsweise Ostern, Weihnachten, Glacestände aber vorallem beim Laufen durch unsere Städte mit Bäckereien alle gefühlten 50m.</p><p>Der Selbstversuch geht so: weniger Zucker/Süsses in denAlltag integrieren. Nicht religiös</p>]]></description><link>https://betrifft.ch/ein-selbstversuch-1/</link><guid isPermaLink="false">5cbcbbf55c79b404c79712c8</guid><dc:creator><![CDATA[Peter Güntert]]></dc:creator><pubDate>Sun, 21 Apr 2019 19:00:40 GMT</pubDate><content:encoded><![CDATA[<p>Über Zucker schrieb ich schon. Ich tue mich dann schwer den Zuckerkonsum tief zu halten, wenn die Gelegenheit für Süsses nah ist. Beispielsweise Ostern, Weihnachten, Glacestände aber vorallem beim Laufen durch unsere Städte mit Bäckereien alle gefühlten 50m.</p><p>Der Selbstversuch geht so: weniger Zucker/Süsses in denAlltag integrieren. Nicht religiös aber konsequent weniger.</p><p>Update folgt.</p>]]></content:encoded></item><item><title><![CDATA[Zuschauen]]></title><description><![CDATA[<figure class="kg-card kg-embed-card"><iframe src="https://player.vimeo.com/video/175906902?app_id=122963" width="640" height="360" frameborder="0" title="Herbsttanz" allow="autoplay; fullscreen" allowfullscreen></iframe></figure><p>Welche Gedanken gehen bei Ihnen, geschätzter Leser, durch den Kopf beim Schauen?</p>]]></description><link>https://betrifft.ch/zuschauen/</link><guid isPermaLink="false">5cb1e7aae8e6f907b188383e</guid><dc:creator><![CDATA[Peter Güntert]]></dc:creator><pubDate>Sat, 13 Apr 2019 15:15:58 GMT</pubDate><content:encoded><![CDATA[<figure class="kg-card kg-embed-card"><iframe src="https://player.vimeo.com/video/175906902?app_id=122963" width="640" height="360" frameborder="0" title="Herbsttanz" allow="autoplay; fullscreen" allowfullscreen></iframe></figure><p>Welche Gedanken gehen bei Ihnen, geschätzter Leser, durch den Kopf beim Schauen?</p>]]></content:encoded></item><item><title><![CDATA[Auch das ist ein Leben]]></title><description><![CDATA[<p>Die weisse Maus flitzte vom verkohlten Holzboden auf den angesengten Rasen und verschwand. Drinnen ist draussen, sagte sich Müller und wollte nicht überlegen müssen, woher die Maus kommen mochte. Lebend.</p><p>Müller war Einsatzleiter der Feuerwehr. Kein Held. Das Haus abgebrannt, zwei Leichen, Rauchvergiftung.</p><p>Müller verspürte einen Juckreiz. Die Thermounterwäsche. Er</p>]]></description><link>https://betrifft.ch/auch-das-ist-ein-leben/</link><guid isPermaLink="false">5cb1a2e8e8e6f907b1883766</guid><dc:creator><![CDATA[Elisabeth Weyermann]]></dc:creator><pubDate>Sat, 13 Apr 2019 08:56:00 GMT</pubDate><content:encoded><![CDATA[<p>Die weisse Maus flitzte vom verkohlten Holzboden auf den angesengten Rasen und verschwand. Drinnen ist draussen, sagte sich Müller und wollte nicht überlegen müssen, woher die Maus kommen mochte. Lebend.</p><p>Müller war Einsatzleiter der Feuerwehr. Kein Held. Das Haus abgebrannt, zwei Leichen, Rauchvergiftung.</p><p>Müller verspürte einen Juckreiz. Die Thermounterwäsche. Er hätte sich am liebsten ausgezogen, um mal ausgiebig zu kratzen. Immer noch stiebten vereinzelte Funken durch die Luft. Der Löschschaum im Gras nahm sich in der Dämmerung aus wie verkleckstes Brombeerjoghurt, darüber der Rauch wie Nebel.</p><p>Ob die Maus noch rennt? Müller steht. Steht still in seiner Küche und rührt in seiner Kaffeetasse. Er hat natürlich Kollegen – alle dienstlich im roten Feuerwehr-Overall – und auch einen Chef und auch eine Frau. Die Frau versteht ihn. Kinder haben sie keine. Das ergibt sich halt so. Das Eintreffen oder Ausbleiben von familiären Ereignissen ergibt sich so zufällig oder schicksalhaft wie ein Brand.</p><p>Müller schrieb seinen Bericht am Tag nach dem Brand. Flammen, Rauch, Gestank, Leiter ausfahren und mit Hochdruck löschen, das war Routine. Die Leichen, das war keine. Da galt es, das Vorgehen beim Löscheinsatz minutiös zu begründen und zu beschreiben.</p><p>Müller liest gerne Kriminalromane. Da wird der Leichengestank, der süssliche, intensive und würgende, inflationär beschrieben. Das Leben ist eine Imitation der Fiktion. Diesen Spruch kennt Müller auch aus seiner Lektüre. Er ist kein Intellektueller. Er liest nur gern und viel. Jeden Tag 200 Seiten. Lesen beruhigt ihn, lenkt seinen Tatendrang in virtuelle Bahnen, wo er die volle Dimension des menschlichen Seins ausloten und die Welt bis in den letzten Winkel bereisen kann.</p><p>Müller sprach bei seinem Vorgesetzten vor. Mehrere Tage nach dem Brand. Sein schriftlicher Bericht über den Brandhergang war präzis, seine Aussagen stringent. Der Vorgesetzte verdanke den tapferen, wenn auch wenig erfolgreichen Einsatz. Mündlich. Müller gegenüber. Was in seinem Rapport an die Behörde stehen würde, darüber liess sich nur spekulieren.</p><p>Müller ist einsam. Seine Frau versteht ihn, hat aber einen Liebhaber. Darum kann sich Müller jetzt nicht kümmern. Er ist in Bezug auf Zeit und Zusammenhänge verwirrt. Alles Fiktive, was er liest, vermengt sich in seiner Vorstellung mit dem Brand, dem präzisen Bericht, den er darüber verfasst hat und der Unterredung mit dem Vorgesetzten. Er ist müde.</p><p>Andere Leute durften ein Care-Team beanspruchen. Müller war Einzeltäter und Einzelopfer. Allein gelassen. Der Vorgesetzte sagte Worte. Für Müller klangen sie überraschend nett. Beamtenhafte Worthülsen halt, die nicht auf eine Rüge oder gar Disziplinarverfahren hindeuteten.</p><p>Müller sitzt in der Küche und trinkt Kaffee. Allein. Seine Frau, die ihn so gut versteht und einen Liebhaber hat, ist weg. Wo, weiss er nicht. Eine weisse Maus flitzt vom grauen Linoleumboden auf den Tisch und von da durchs Parterrefenster auf den blühenden Rasen. Da ist noch Leben drin, meint Müller und rührt in der Kaffeetasse.</p>]]></content:encoded></item><item><title><![CDATA[Subjektive Wahrnehmung im grenznahen Bereich]]></title><description><![CDATA[<p>In den 1980er-Jahren war es in der Schweiz in Journalisten- Kreisen Mode, im Burgund eine «ferme de Bresse», einen vormaligen Bauernhof zu kaufen. Das kostete wenig Geld, der junge Besitzer kam sich vor wie Landadel und feierte den neuen Status am Wochenende gerne mit Freunden aus der Schweiz.</p><p>Wir drängten</p>]]></description><link>https://betrifft.ch/subjektive-wahrnehmung-im-grenznahen-bereich/</link><guid isPermaLink="false">5cb1e774e8e6f907b1883836</guid><dc:creator><![CDATA[Elisabeth Weyermann]]></dc:creator><pubDate>Tue, 06 Nov 2018 14:43:00 GMT</pubDate><content:encoded><![CDATA[<p>In den 1980er-Jahren war es in der Schweiz in Journalisten- Kreisen Mode, im Burgund eine «ferme de Bresse», einen vormaligen Bauernhof zu kaufen. Das kostete wenig Geld, der junge Besitzer kam sich vor wie Landadel und feierte den neuen Status am Wochenende gerne mit Freunden aus der Schweiz.</p><p>Wir drängten uns jeweils zu sechst in ein Auto und setzten uns via das Vallée de Joux nach Frankreich ab. Auf zu einem der Bauerhofbesitzer. Das Highlight waren aber weder billiger Fusel, Übernachtungen im Stroh noch geistreiche Gespräche, sondern das Mittagessen vorher in einem x-beliebigen Restaurant jenseits der Grenze. Das zog sich gute drei Stunden hin und war ausnahmslos köstlich: Terrine mit Salat, Steak und Pommes-Frites, dann der Dessertwagen und zum krönenden Abschluss eine tüchtige Auslese aus dem Käsewagen, dazu knuspriges Baguette und Rotwein. Denkwürdig.</p><p>Heute lebe ich in Grenznähe zu Frankreich. Statt heimeliger französischer Familienbetriebe mit hohem Anspruch an die eigene Küche gibt’s Döner und Shish Kebab take-out. Ende der französischen Küchenkultur. Aber eben: Globalisierung. Okay. Akzeptiert.</p><p>Ausserirdisch sind allerdings die Ausflüge ins grenznahe Frankreich von Herbst bis Frühling. Alles zu oder… <br>Ich erlaube mir, einen kürzlichen Ausflug zu beschreiben, der in Colmar begann. C. und ich haben in Colmar vor 20 Jahren das letzte Mal etwas Geniessbares gegessen. Seither Industriefutter zu übersetzten Preisen, das uns in der Kehle stecken bleibt, wie einer Taube die kalte Pizza. Der Tourist ist ja bekanntlich ignorant und zückt sein Portemonnaie gerne. Das ist aber nur meine Erfahrung. Ich habe auch Freunde, die Colmar gerne um Weihnachten besuchen und behaupten, dort wunderbar zu essen.</p><p>Anyway, Colmar war zum Mittagessen out und wir fuhren um 12 Uhr weiter. In einem ungenannt bleiben sollenden, wunderschönen Städtchen (schlägt Colmar in meinen Augen an Charme und historischer Bedeutung) reihte sich ein einladendes Restaurant an das andere. Aber Parkplätze gab es keine. Gar keine. Der Hauptparkplatz war eine Baustelle. Kein Hinweis auf eine Alternative. 12Uhr 30. Bedauerlich und ärgerlich. Wir fuhren weiter. Boulangerie geschlossen. Keine Aussicht auf ein Stückchen Brot. Restaurants ohnehin geschlossen. Aber überall die Aufforderung den Vin d’Alsace zu degustieren. Ohne Brot, ohne Essen…</p><p>Dann ein Dorf mit Hotel cum Restaurant. 13 Uhr 30. Kein Parkplatz. Wir stellen das Auto vor der Mairie ab und wandern den abschüssigen Kilometer ohne Trottoir (Fussgänger? Was ist das?) zum Hotel/Restaurant. Wir sehen einen gediegenen Esssaal mit etwas Aussicht. Schön. Die Frau, die serviert, sagt, sie habe keine Zeit, die Tische abzuräumen und weist uns einen kleinen Holztisch direkt an der Bar und unter dem Kleiderständer im Halbdunkeln zu. Wir verhungern fast, aber sagen, nein, so nicht. Und sie – offenbar so sieges- und einnahmesicher meint: «Alors tant pis.» Und tschüss. Wir kämpfen uns halb verhungert zum Auto hoch. Ziemlich geladen. Nicht von rundum positiven Gefühlen beseelt.</p><p>Dann wieder ein Dorf, resp. eine Beiz am Ausgang des Dorfes direkt an der Autobahn. 13:58. Vorspeise: Käsekuchen, preist die Schiefertafel an. Hauptgang: Kaninchen in Senfsauce und ein Dessert, dessen UPS mir jetzt gerade entgeht. Zwei Frauen in der komplett leeren Beiz. Die Chefin weist die Gehilfin an, in der Kühe nachzusehen, ob es noch etwas zu essen gebe. Nein, der Chef hat um 13:45 aufgeräumt. Ende der Vorstellung. Vielleicht ein Sandwich, flehen die Verhungernden. Nein : «désolée». Und Rauswurf.</p><p>Noch vierzig Minuten bis nachhause. In Frankreich stirbt sichs unterdessen an Verhungerung wegen keiner oder lausiger Lokale. Ah…. La grande nation.</p>]]></content:encoded></item><item><title><![CDATA[[o ] zum Ende der Fussball WM]]></title><description><![CDATA[<p>Nachdem nun die WM 2018 bereits in Vergessenheit ist, können wir uns alle wieder unseren Lieblingsthemen widmen. Habt ihr es bemerkt? Der Klimawandel ist allgegenwärtig. Zu heiss, zu nass, zu trocken, zu irgendwas. Ozonloch kleiner und interessanterweise ist auch das journalistische Sommerloch verschwunden. Dafür hat das Rauschen zugenommen. Das nachrichtliche</p>]]></description><link>https://betrifft.ch/o-zum-ende-der-fussball-wm/</link><guid isPermaLink="false">5cb1e737e8e6f907b188382e</guid><dc:creator><![CDATA[Peter Güntert]]></dc:creator><pubDate>Sun, 29 Jul 2018 13:42:00 GMT</pubDate><content:encoded><![CDATA[<p>Nachdem nun die WM 2018 bereits in Vergessenheit ist, können wir uns alle wieder unseren Lieblingsthemen widmen. Habt ihr es bemerkt? Der Klimawandel ist allgegenwärtig. Zu heiss, zu nass, zu trocken, zu irgendwas. Ozonloch kleiner und interessanterweise ist auch das journalistische Sommerloch verschwunden. Dafür hat das Rauschen zugenommen. Das nachrichtliche Rauschen. Texte und bilde die "Konsumenten" zu, konstant, fortwährend, damit im Geräuschpegel der Unwichtigkeit die für uns effektiv zentralen Informationen nicht mehr wahrgenommen werden können. Wenn das BAZL für den Fluglärm zuständig ist, welcher Bundesrat ist es für medialen Lärm? Eventuell Ueli Mauer? <a href="https://www.nzz.ch/meinung/kommentare/der-heimliche-medienminister-1.18233513">https://www.nzz.ch/meinung/kommentare/der-heimliche-medienminister-1.18233513</a>. Neeiin, es ist Frau Leuthard, im UVEK! Das BAKOM - wie das BAZL. Aber vom BAKOM habe ich noch etwas in dieser Richtung wahrgenommen, schade.</p>]]></content:encoded></item><item><title><![CDATA[Wochenende im Touristenort]]></title><description><![CDATA[<p>7 Uhr 30. Der Holzlieferant parkiert seinen Anhänger vor unserem Haus. Mit drei Ster Holz. Wir haben genau bis High Noon Zeit, das Brennholz vom Eingang durch den Korridor zum Hinterausgang zu schleppen und auf der Terrasse aufzuschichten. Juli. Die Zeit drängt. Der Winter wird lang werden.</p><p>C. schichtet das</p>]]></description><link>https://betrifft.ch/wochenende-im-touristenort/</link><guid isPermaLink="false">5cb1e707e8e6f907b1883826</guid><dc:creator><![CDATA[Elisabeth Weyermann]]></dc:creator><pubDate>Wed, 25 Jul 2018 13:41:00 GMT</pubDate><content:encoded><![CDATA[<p>7 Uhr 30. Der Holzlieferant parkiert seinen Anhänger vor unserem Haus. Mit drei Ster Holz. Wir haben genau bis High Noon Zeit, das Brennholz vom Eingang durch den Korridor zum Hinterausgang zu schleppen und auf der Terrasse aufzuschichten. Juli. Die Zeit drängt. Der Winter wird lang werden.</p><p>C. schichtet das Holz auf einen Rollwagen, rollt durchs Haus, lädt hinten ab und ich schichte auf. Wie er es mir zeigt und wie ich das aus dem Wald kenne.</p><p>Schon steht Nachbarin 1 vor der Tür und will helfen. C. dankt und meint, das sei nicht nötig. Sie geht enttäuscht von dannen. Wahrscheinlich Kindheitserinnerungen, die das Holz auffrischt. <br>Wir wechseln Position und ich lade vor dem Haus ab, was mich in Kontakt mit dem Personenverkehr bringt.</p><p>Rassig fährt eine Bewohnerin des Orts im Auto vor und sagt: «Hättest du doch telefoniert. Ich helfe immer gern.» Heute hat sie aber anderes vor.</p><p>Nachbarin 2 in unserer kleinstädtischen Häuserzeile aus dem 19. Jahrhundert kommt mit Giesskanne aus dem Haus, füllt sie am Brunnen vor unserem Haus, um ihre Blumen auf dem Fenstersims zu giessen. «Damit sparst du dir ein Fitness-Abo», sagt sie lachend. Könnte von mir sein. Hätte ich an ihrer Stelle auch gesagt.</p><p>Ihr Sohn fährt mit dem Velo vor und will wissen, ob wir schon kalt haben.</p><p>Ein älteres Touristenpaar parkiert neben dem Anhänger mit der Ladung Holz, die gefährlich nach unten zu gleiten beginnt. Rette mich auf die Seite und sehe, wie die beiden mich bewundernd ansehen. Vielleicht auch entsetzt. Genau ist das Gefühl nicht auszumachen.</p><p>Auf die Bühne tritt Nachbar 3 und wir diskutieren eine Weile über den melodischen Jazz, den junge Musiker aus England und Irland wiederentdeckt haben und jetzt in Montreux darbieten.</p><p>Das Touristenpaar hat den fünf-Minuten-Rundgang durch den Ort absolviert, die Kultur inhaliert und offenbar weder Proviant noch Wanderschuhe vorgesehen, um die nähere Umgebung zu erkunden. Die zwei stehen neben ihrem Auto und gaffen uns an. Der Tourist sieht gern, wie Einheimische leben und arbeiten. C. und ich sind zwar nicht von hier, was man nach drei Sätzen auch hört, aber als Dekor sind wir recht dienlich. «Schön, wie die Leute hier noch miteinander reden», sagt die Touristin. Dann steigt das Paar ein und fährt ab in die Zivilisation.</p><p>Jetzt braust eine Harley Davidson – Kolonne vorbei. Dicke, wohlhabende Rentner, die endlich Zeit haben, in den engen Gassen unseres Orts von «Easy Rider» zu träumen. Der Film-Ritt war landschaftlich aber echt anders angelegt. Sei’s drum.</p><p>Neben dem Brunnen vor unserem Haus hält jetzt der junge Papi aus einer andern Landesgegend seinen Range Rover an, lässt die Fenster runtergleiten und erklärt seinen drei verwöhnten Gören das Leben in der Antike: « Eure Urgrosseltern haben auch noch so gelebt. In jedem Haus hatte es einen Holzofen, meistens in der Küche, dem einzigen warmen Raum. Immer musste man Holz nachschichten und in der Nacht war es bitterkalt. Die armen Leute hier tun das noch heute. Die haben keine Idee von Solarzellen. Und auch kein Geld dafür.» Wie gerne würde ich dem Papi einen Uppercut verpassen. Gehört sich aber nicht im Touristenort.</p><p>11 Uhr 30. Arbeit erledigt. Das Holz ist lückenlos in zwei Reihen aufgeschichtet. Wir bewundern es wie ein kleines Kunstwerk. Für den Kater bastelt C. aus Kissen einen Hochsitz und siehe da, der Vierbeiner ist begeistert.</p><p>Ich wische die Holzspäne zusammen, Nachbar 3 kommt vorbei und setzt sich zu C. auf den Bank vor unserem Haus. Ich bringe eine Ladung Bier und die beiden tun sich gütlich, bis pünktlich um 12 Uhr der Holzlieferant seinen Anhänger abholt.</p><p>C. geht in die Bäckerei um die Ecke Brot kaufen und meldet bei der Rückkehr, dass wir zu einem Ausflug eingeladen sind. So geht das im kleinen Touristenort. Geht man vor die Tür, erfährt man den neusten Klatsch, macht zum Apéro oder Essen ab. Von den Besuchern wird man als Eingeborener beäugt, wenn nicht sogar fotografiert. Das kittet den Zusammenhalt im Ort. Man ist gerne beieinander und unter sich. Da gehören sogar wir Auswärtigen und Zugewanderten dazu.</p><p>Der Ausflug führt an einen landschaftlich herben, zauberhaften Ort, zu einem Restaurant am Fluss, unter Felsen und Wald. Die Terrasse gefällt den vielen Touristen, die behaupten werden, dass Gegenden wie die unsere vom Tourismus leben. Vielleicht lassen sie mal Geld für ein Essen springen, in der Regel kommt aber alles im Rucksack von zuhause mit.</p><p>Wir amüsieren uns köstlich und beschliessen, an einem kalten Novembertag hier in dem rustikalen Saal zu essen. Touristenfrei. <br>Samstagabend ist Konzert im Ort. Aber man muss auch mal was auslassen können. Schon bald kommt der Zirkus, dann 12 Tage klassische Konzerte, dann Autorennen, dann weitere Belustigungen im Ort.</p><p>Sonntag. Markttag. Stände in allen Strassen, vom Sirup bis zum antiquarischen Buch alles im Angebot. Uns zieht es in eine der zwei Kunstgalerien. C. hat ein Bild gesehen, dem er zwingend einen roten Punkt verpassen musste. Heute ist der letzte Ausstellungstag und auch der Final der Fussballmeisterschaft. Am frühen Nachmittag beginnt es zu regnen, der Fussballtermin dezimiert die Touristenschar, C. kann sein Bild abholen und sich daran freuen, bevor er, wir im Ort, die Touristen und alle Welt sich virtuell vor dem TV versammeln und hoffen, dass der Beste gewinnen möge.</p>]]></content:encoded></item><item><title><![CDATA[Fussball: o ins [__]]]></title><description><![CDATA[<p>Endlich - einen Monat lang intensiv. Ich will mir keine Zeit nehmen um mehr darüber zu schreiben. Vielleicht - wenn klar ist, wer das letzte Spiel gewonnen hat. Aber jetzt, nein, ich schaue.</p><p>Imponiert haben mir die Briten beim Torjubel, ich meine unschlagbar: <a href="https://www.youtube.com/watch?v=eNwaWpjI5aA">https://www.youtube.com/watch?v=eNwaWpjI5aA</a></p>]]></description><link>https://betrifft.ch/fussball-o-ins-__/</link><guid isPermaLink="false">5cb1e6d4e8e6f907b188381e</guid><category><![CDATA[Los geht's]]></category><dc:creator><![CDATA[Peter Güntert]]></dc:creator><pubDate>Wed, 20 Jun 2018 13:40:00 GMT</pubDate><content:encoded><![CDATA[<p>Endlich - einen Monat lang intensiv. Ich will mir keine Zeit nehmen um mehr darüber zu schreiben. Vielleicht - wenn klar ist, wer das letzte Spiel gewonnen hat. Aber jetzt, nein, ich schaue.</p><p>Imponiert haben mir die Briten beim Torjubel, ich meine unschlagbar: <a href="https://www.youtube.com/watch?v=eNwaWpjI5aA">https://www.youtube.com/watch?v=eNwaWpjI5aA</a></p>]]></content:encoded></item><item><title><![CDATA[Hashtag-me-too zum Abwinken]]></title><description><![CDATA[<p>Die Diskussion sollte im Juni 2018 langsam ausgeleiert sein. Ist sie nicht. Immer noch finden sich Frauen, die auch mal auf der Weltbühne stehen möchten, die auch noch einen Übergriff aus der Schublade ziehen können. Sogar unsere Bundesrätin Sommaruga hat in einem Interview gemeint, es gäbe wohl nur wenige Frauen,</p>]]></description><link>https://betrifft.ch/hashtag-me-too-zum-abwinken/</link><guid isPermaLink="false">5cb1e6aae8e6f907b1883816</guid><dc:creator><![CDATA[Elisabeth Weyermann]]></dc:creator><pubDate>Sat, 16 Jun 2018 13:39:00 GMT</pubDate><content:encoded><![CDATA[<p>Die Diskussion sollte im Juni 2018 langsam ausgeleiert sein. Ist sie nicht. Immer noch finden sich Frauen, die auch mal auf der Weltbühne stehen möchten, die auch noch einen Übergriff aus der Schublade ziehen können. Sogar unsere Bundesrätin Sommaruga hat in einem Interview gemeint, es gäbe wohl nur wenige Frauen, die nicht Opfer einer sexuellen Belästigung geworden seien. Im Leben. In jungen Tagen. Auch Simonetta Sommaruga? Wow. Darf ich jetzt auch noch?</p><p>Nein, dazu habe ich keine Lust. Wer als Frau nicht illegal und der Ortssprache unkundig in einer Fabrik arbeitet, der kann einem Mann nett und bestimmt sagen, wo er seine Hände zu lassen hat. Die Frau, die das nicht tut, outet sich als hilfloses Weibchen mit Gier auf öffentliche Aufmerksamkeit und Mitgefühl der Masse.</p><p>So. Damit habe ich nun trotzdem meinen völlig überflüssigen Beitrag zur Diskussion geleistet.</p><p>Bühne frei. Die Nächste, bitte.</p>]]></content:encoded></item></channel></rss>